Es war eine ruhige Nacht in unserem 4 Bett Zimmer und so sind wir alle ausgeruht als um 6.00 Uhr der Wecker klingelt. Es ist ein Gewimmel im Haus denn alle wollen möglichst früh auf dem Weg sein. Nach einem sparsamen Hüttenfrühstück brechen wir auf, zuerst an den zwei Gletscherseen vorbei und da steht tatsächlich ein Steinbock. Vor lauter Geröll hätten wir ihn fast nicht gesehen. Schnell ein Foto gemacht und dann keuchen wir hinauf zur Seescharte. Auf halber Strecke kann man noch einen verborgen liegenden dritten Gletschersee sehen. Das letzt Stück hinauf zur Seescharte ist sehr steil und voller Geröll, aber an den kritischen Stellen ist es gut mit Seil gesichert. Als wir schließlich durch die Seescharte (2599 m) zur anderen Seite steigen sind wir mächtig stolz.
| mittlerer Gletschersee - second glacial lake |
| Steinbock - ibex |
| Blick zurück zur Hütte - looking back to the lodge |
We had a room with 4 beds and it was a very quiet night so we feel rested when at the alarm goes off 6 a.m. It is a hustle and bustle in the house because everybody wants to be on the road early and after a small breakfast we leave. Passing two glacial lakes we start our ascent up to the Seescharte. Walking through all these boulders we almost did not see the ibex standing right beside us. Quickly we took some photos and then we went on - breathing heavily - to the Seescharte. Hidden about halfway up we can see a third beautiful lake. The last part of the path is very steep and full of rubble but at all the very critical passages they are steel ropes to hold on to. When we finally reach the top and pass over to the other side (2599 m) we are very, very proud.
| oberer Gletschersee -- upper lake |
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| Seescharte 2599 m |
Jetzt begann der lange Abstieg. Knapp 2000 m abwärts bis hinunter nach Zams. Hier oben ist das Wetter zuerst noch gut. Der Weg ist zwar sehr steil und rutschig, man muß also wirklich gut aufpassen das man auf dem Geröll nicht hinfällt, aber beflügelt von dem tollen Blick geht es gut voran. Nach zwei Stunden steilem Abstieg erreichen wir die Oberlochalm und auch wenn sie geschlossen hat sind wir froh dass es nun für eine Weile nicht mehr so steil abwärts geht. Die Knie und Knöchel fangen schon an sich zu beschweren. Durch das Weideland der Kühe geht es sanft abwärts bis wir schließlich einen Wald erreichen und nun ist leider auch das gute Wetter weg. Es wird kalt und trüb und mit schmerzenden Beinen erreichen wir die Unterlochalm. Aber was für ein Schock. Man kann nur draussen sitzten und es regnet ja. Für zwei Speckteller (zwei Scheiben Brot, etwas Käse und Tiroler Speck) und zwei Spezi zahlen wir 24 Euro. Und die Toilette ist ein winziges Plumpsklo, aufgehängt zwischen zwei Bäumen dessen einziges Licht durch ein kleines Herz in der Tür oder eben durch das "Loch" hereinfällt. Aber, da es die einzige Toilette auf der kompletten Strecke ist, was haben wir für eine Wahl? Augen zu und durch.
| Blick von der Seescharte - View down from Seescharte |
Now we start our descent of almost 2000 m altitude towards Zams. Up here the weather is still great and even though it is steep and slippery due to all the rubble and we have to be careful not to slip and fall, the marvelous view makes up for everything.
But after almost two hours down hill, when we reach the upper farmhouse - which is closed, but that doesn't matter because we are only happy that the path is not that steep anymore - our knees and ankles start to complain. Passing all the cows we keep walking until we reach a forest and unfortuanely the good weather is gone. It is cold and foggy and our legs start to hurt when we at last reach the lower farmhouse. Frustrated we realize we can only sit outside (and it is raining by now), food is expensive and the worst part is the toilet. It is a tiny outhouse hanging between two trees with the only light falling through the heart carved in the door or .... - well, it is very dark. But since this is the only possibility for the whole day, what can we do !?! Just close your eyes and get done with it.
Und als wäre das alles noch nicht schlimm genug gewesen steigen wir die nächsten Stunden den steilen Weg nach Zams in strömendem Regen ab. Es gibt nichts zum unterstellen und der sowieso schon schwere Weg wird noch schlimmer durch das viele Wasser. Serpentine um Serpentine geht der Weg am Berg entlang und nimmt kein Ende. Unsere Laune ist im Keller und mehr als einmal sind es auch Tränen die im Gesicht herabfließen. Zu allem Überfluß rutscht Iris auf einem Stein aus und schlägt sich das Knie böse auf. Als wir schließlich die Strassen von Zams erreichen sind wir schon jenseits von schlechter Laune und so nass wie noch nie. Gott sei Dank haben wir hier - in Voraussicht da wir ja wussten die Strecke ist anstrengend - ein schönes Hotel gebucht. Natürlich liegt es am anderen Ende der Stadt aber das ist jetzt schon egal. Es ist fast 17.00 Uhr als wir pitschnass im Hotel eintreffen. Die nächsten drei Stunden verbringen wir damit unsere sämtlichen Sachen zu trocknen, heiß zu duschen, und die schmerzenden Glieder zu pflegen. Ein hervorragendes Abendessen im Hotel gibt es noch dazu.
And as if all of this was not enough for the rest of the way to Zams it was pouring with rain. Nothing to find shelter and the already steep path getting worse by the minute due to the water rushing down hill. Winding and winding at the side of the hill, the trail did not want to end. Our mood went straight down and as Iris slips and hits her knee pretty bad it is sometimes not just rain running down the face.
By the time we reach the first streets of Zams we are beyond a bad mood, it just doesn't matter anymore. Foresightful - knowing it would be a hard day to walk - we had booked a nice hotel. Sure, it was all the way across town but we don't care. It is almost 5 p.m. when we reach the hotel and the next three hours we do nothing but dry all of our wet clothes, shower steaming hot and take care of the aching limbs. The day ends with an excellent dinner at the hotel.
Kosten: Hotel Jägerhof 122,- Euro DZ mit Bad und Halbpension
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