Nach einer ruhigen Nacht machen wir uns auf den Weg zu unserem höchsten Punkt der Wanderung, der Similaunhütte (3019 m). Es ist ehrlich gesagt wieder nur ein wirklich kurzes Stück von ungefähr 2 Stunden Gehzeit aber wir wollen heute noch zur Fundstelle des Ötzi aufsteigen und daher ist das gerade richtig. Das Wetter ist nicht gerade gut als wir aufbrechen und so ungefähr auf halber Strecke kommt vom Tal hinter uns wirklich sehr viel Nebel herauf. Wir beeilen uns also gewaltig und dann sind plötzlich - vor dem Gletscher - keine Markierungen mehr zu sehen. Glücklicherweise sind wir hier nicht allein sondern es stehen noch 4 andere sehr verwirrte Wanderer herum und schauen sich um. Es hilft nichts, wir müssen da irgenwie rüber denn ganz drüben, auf der anderen Seite, können wir wieder eine Markierung erkennen. Mit, zugegeben, ein wenig Herzklopfen betreten wir den Gletscher. Es ist ein merkwürdiges Gefühl auf dem Eis zu laufen und an manchen Stellen kann man in das Eis hineinsehen. Uns wird plötzlich auch bewusst wie alt das Eis bereits ist.
| Von hier kommen wir - this is where we came from |
| Dahin wollen wir - this is where we want to go |
I have to admit, our hearts beat a little faster as we cross over. It is kind of a strange feeling especially since at some places you can look deep into the ice. We think about how old this ice must be.
| über den Gletscher - crossing the glacier |
| Spalten im Eis - crevasse at the glacier |
| hier sind wieder Markierungen - here we have markings again ! |
Die Similaunhütte ist fast wie ein kleines Hotel und die Schlafräume sind sehr liebevoll gestaltet. Wir teiles unseres mit 4 weiteren Alpinisten die morgen früh den Similaungipfel besteigen wollen. Hier oben ist die Anzahl der Männer deutlich mehr als die der Frauen. Man erkennt es auch schon an den Duschen und Toiletten. für Frauen gibt es gerade mal eine Dusche, zwei Waschbecken und drei Toiletten. Die Männer haben einen Saal (!). Bergsteigen ist wohl immer noch eine Männerwelt.
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| Schlafraum - sleeping quarters |
The Similaun lodge is almost like a small hotel and the sleeping quarters are decorated with love. We share the room with 4 more alpinists, they want to go to the peak of the Similaun tomorrow. Wow! Anyway we can see that the world up here seems to be more of a 'men's world'. for example for the women there is simply one shower, two sinks and three toiletts while the men have a big room full of it (!).
| Esszimmer der Hütte - Dinner hall of the lodge |
| Der Weg zum Ötzi - The way to Ötzi |
Früh am Nachmittag, nachdem das Wetter nach einem Schneeschauer wieder aufgeklart ist, machen wir uns auf den Weg zur Ötzi-Fundstelle. Um dorthin zu gelangen müssen wir über einen Grat und einen gut zu gehenden Steig klettern und mehrere große Schneefelder überqueren. Es ist aufregend denn an vielen Stellen gibt es steile mit Seilen gesicherte Kletterpassagen. Die Aussicht ist atemberaubend und mehr als einmal bleiben wir stehen und schauen uns einfach um. Und dann schließlich sehen wir die 4 m hohe Steinpyramide die an der Fundstelle gebaut wurde. Zurück müssen wir uns ziemlich beeilen da wieder eine Nebelwand heraufzieht und Iris nicht den Grat im nebel gehen möchte. Kaum sind wir an der Hütte wieder angekommen fängt es an zu schneien. Perfektes timing.
Early in the afternoon, the weather cleares again after a small snow shower, we start the ascent to the place of discovery of the Iceman. To get there we have to climb up some 190 m and cross some large snowfields. It's exciting because some places are realy steep and we have to climb with the help of the ropes. But we have a spectacular view, it is really breathtaking, and sometimes we just have to stop and enjoy. And then we see the 4 m high pyramid of stone they build at the place where the mummy was found. On our way back we have to hurry because once again a wall of fog is coming up and just as we reach the lodge it starts to snow again. Perfect timing.
| Ötzifundstelle - this is where the Iceman was found |
Wir sind ein klein wenig melancholisch heute denn das wird unser letzter Tag im Hochgebirge sein. Mit 3210 m haben wir unseren höchsten Punkt erreicht und wir beenden diesen Teil des Berichtes mit einem Bild der unglaublichen Aussicht von genau diesem höchsten Punkt. Morgen beginnt für uns der Abstieg ins Tal und - da dort die Dolomiten beginnen - unsere abenteuerliche Alpenüberquerung findet ein Ende.
We are a little melancholic today since this is our last day in the high mountains. With 3210 m we have reached our highest point and we end this part of the report with a picture of the breathtaking view of this very point. Tomorrow we will start the descent down into the valley and then, as this is where the dolomites begin, our adventure of crossing the alps on foot will officially be over.
| Atemberaubend schön - breathtaking view |
Kosten: Übernachtung pro Person 26,00 Euro
Frühstück 11,00 Euro pro Person

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